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Eines der ältesten Heilmittel der Welt:

Lächeln Sie

!

information & lernen

Andrea Theyrer

Dipl. Kinder- und

Jugendbetreuerin

Stresscoach

Burn-Out Prävention

W

ann haben Sie zuletzt einen völlig

fremden Menschen bewusst

angelächelt? Und wie war die Re-

aktion? Wie reagieren Sie, wenn

ein Mensch, den Sie zuvor noch niemals

gesehen haben, Ihnen im Einkaufszen-

trum freundlich lächelnd zunickt? Ich

gebe zu, ich reagiere manchmal verstört.

Wenn mir eine andere Frau zulächelt,

checke ich in Gedanken mein Aussehen,

stelle mir still die Frage, lacht die mich

etwa aus? Unbewusst werfe ich viel-

leicht sogar einen bösen Blick zurück,

mit der Botschaft, „he, siehst auch nicht

besser aus…“! Wenn mir ein Mann ein

freundliches Lächeln schenkt, schwanke

ich zwischen Freude (noch dazu wenn´s

ein hübscher ist) und Verwirrung. Ver-

suche mich zu erinnern woher ich diesen

Mann kenne, denn weswegen sollte mir

diese Person sonst so nett begegnen?

Völlig anders reagieren da die Kinder.

Ohne Wertung, ohne Vorurteil und

erwarteter Gegenleistung lachen Kinder

uns an. Automatisch senden wir non-

verbal die nette und sonnige Antwort.

Ebenso vorurteilslos und ohne darüber

nachzudenken. Meine Tätigkeit mit

Kindern beweist mir immer wieder, auch

wenn manche Kinder erst ein bisschen

brauchen um „warm“ zu werden, so

können sie dann doch klar und deutlich

ihre Freude und pure Freundlich-

keit ausdrücken. Sie denken

nicht nach, ist das jetzt

passend, darf ich mir

das erlauben? Nein, sie

tun es einfach.

Weshalb nur ist das bei den meisten Erwachse-

nen anders? Wann haben wir uns abgewöhnt

freundlich in die Welt und zu unseren Mitmen-

schen zu blicken? An der fehlenden Zeit kann es

nicht liegen, ein Lächeln kostet nichts, kein Geld,

keine Zeit!

Als ich über meinen eigenen Artikel nachge-

dacht habe, bin ich bewusst offener auf meine

Mitmenschen zugegangen, und ich

war wirklich überrascht.

Die Reaktionen auf

mein Anlächeln und

freundliches Nicken

war in den meisten

Fällen total positiv. Es

wurde zurückgelächelt,

gegrüßt, manchmal

wurden sogar ein paar

Worte gewechselt.

Ich bekam umgehend

bessere Laune und die

Sonne strahlte noch

heller vom Himmel.

Und unter diesem

Motivationsschub hab

ich gleich noch mehr

und dann sogar schon ohne

Nachzudenken gelächelt, ge-

nickt und gegrüßt. Völlig fremde

Menschen, egal ob Mann oder Frau,

Kinder oder Pensionisten. Wieder mal

können wir von unseren Kindern lernen.

Vergessen Sie die schlechten Erfahrungen

die Sie vielleicht gemacht haben und die Sie

dazu gebracht haben Ihre Umwelt nicht mehr

bewusst wahrzunehmen. Lächeln Sie. Es macht

verdammt gute Laune! Und wenn Sie genau

jetzt lächeln, freue ich mich sehr!

WARUM HABEN WIR DIE FREUNDLICHKEIT VERLERNT?

Helfen Sie

troffenen Menschen,

werden Sie:

G

©

- Trainer/in

Belastungsabbau und

mentales Gleichgewicht

Start des Lehrgangs:

16.10.2015

www.improve.or.at

19 | SEPTEMBER 2015

Foto: ©

pixabay.com